Das große Rubbeln
Juni 28th, 2009Good morning dear country bumpkins!
On 6/26 a funny bunch of people went to the village where our raft is being eaten by wild wild plants.. First of all, we sanded the whole raft (every single area we could reach) for having a better surface to put the toxic but helpful coating on. We hope that this coating will prevent the raft from soaking through.. It was quite a hot day and after a short while we were all covered with a nice layer of sawdust and sweat.. When we had finished with rubbing our ‘Keks’ with all the love we could give, Steffi and me began to mix our nice and smelly ingredients for the magic potion: Acetone, hardening agent and resin – yumm! It’s been quite hard to keep on painting while breathing in that shit..
The next day we had our motor checked. Our baby was a bit old but alright even if we decided to have the screw balanced..
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mOin liebe Landeier,
es ist soweit, das Projekt Treibgut treibt los und mir wurde die Ehre zuteil den ersten Blog-Eintrag zu schreiben. Doch bevor ich euch erzähl was am letzten Wochenende alles passiert ist, will ich erstma dem netten Hannes und der Ricci danken, die für uns hier diesen Blog eingerichtet haben. Grüße nach Berlin!
Am Samstag kamen wir in trauter Gemeinschaft in Lengfeld, nahe Regensburg, zusammen, um zum ersten Mal an unserem Floss rumzuschrauben. Nach einigem Hin- und Hergedüse durch die Kaffs of Regensburg hatten wir allerlei giftige Chemikalien zusammen, um unser Gefährt zu abzudichten. Doch zuerst konnten wir unserem Hang nach Zerstörung freien Lauf lassen und hebelten fröhlich die obersten Planken des Flosses weg, wie man schön auf dem Bild sehen kann, um an dem tragenden Gerüst selbst arbeiten zu können.
Danach gings ans Polieren , um die Oberfläche aufzurauhen, damit das Boots-Harz besser einziehen kann. Gut, auch ein Floss hat Bedürfnisse und will ab und zu mal richtig durchgekrault werden, aber das war das letzte Mal, Freundchen. In brütender Hitze schmirgelten wir links und rechts, oben und unten jeden Zentimeter Oberfläche des Flosses babypopo-zart. Nach 5 Minuten Gerubble ist man dann von einem angenehmen Sägespäne-Schweiß -Film bedeckt und wirkt mit seinem Geruch wahrscheinlich nur noch auf eine Biberdame anziehend. Irgendwann hatten wir dann keine Lust mehr und ließen den Abend gemütlich mit Grillen und ein paar Bierchen ausklingen.

Am nächsten Morgen gings gleich früh um 12.00 Uhr weiter. Das Floß wollte fertig geschrubbelt werden und das Harz wartete auch schon auf seinen Einsatz. Wir gönnten uns nur eine kurze Erfrischungspause, um die ulkigen Photos, die ihr unter „Crew“ bewundern könnt, zu schießen.
Nachdem Mo nach eineinhalb arbeitsreichen Tagen seine Rückreise angetreten hat, setzten das Strefla und ich unsere etwas wahrnehmungsverändernde Tätigkeit des Streichens fort.. Das Gemisch aus Bootsharz, Aceton und Härter setzte nicht nur unserem Denken (Waren wir schon hier? Wieso kann man Hegel so schlecht lesen? …), sondern auch unseren Klamotten und Haaren zu. Vom Regen zum Abbruch gezwungen, waren wir dennoch einigermaßen zufrieden mit dem Ergebnis: es fehlt nicht mehr viel und der Keks ist einmal komplett gestrichen. Zwei Anstriche müssen sein, damit sich das Ding nicht allzu sehr vollsaugt..
Es war neun Uhr abends – wir musterten uns gegenseitig: mit Steffis Zweitkleidung und meinen Haaren wären wir als Symbiose noch in ein Restaurant gelassen worden, aber so mussten wir uns einen anderen Plan überlegen, unsere Bäuche zu füllen.. Pizza bei mir.
Am nächsten Morgen Frühstart um halb zehn.. Dann wartete in Lengfeld die erste richtige Schwerstarbeit: Wir mussten zu zweit den über 50kg schweren Bootsmotor ins Auto hieven. Mit Kartoffelsack-Zwischenstationen gelang dies am Ende auch. Wir fuhren zum ‚Pleyer’ nach Herrensaal, der den Motor mit einem Gabelstapler aufspießte und ihn in eine große halbe Plastiktonne hängte, die er mit Wasser füllte:
Unser Baby sprang auf den ersten Versuch an (2 Mienen entspannen sich augenblicklich..) und rotzte munter drauflos! Nicht mehr der Jüngste, aber doch relativ solide, so das Ergebnis..
Wir einigten uns mit dem guten Herrn darauf, der Schraube einmal eine Generalüberholung zu gönnen: das Wellnessprogramm heißt wuchten.
Schraube ab, Mötööör zurück in den Lupo, dann wieder in sein Garagenbettchen gelegt..
Da das Wetter uns wohlgesonnen war, setzten wir unseren Lösungsmitteltrip fort: diesmal aber mit selbstgemachten ‚Helmen’, die wir uns aus einem Kartoffelsack gebaut haben. So konnten wir die Unterflächen des Kekses noch streichen ohne unsere Haarpracht der ganzen Aktion zu opfern. Kollateralschäden wie komische Klebrigkeiten auf Armen und Beinen entstanden wohl, wurden aber größtenteils ignoriert.
Der (Aus-/Um-)Bau erfordert im Allgemeinen Ideenreichtum, Geschicklichkeit und Durchhaltevermögen. Falls ihr diesen Goldstandard erfüllt und uns eure geschätzte Arbeitskraft zur Verfügung stellen wollt, bitte gerne, wir suchen noch viele starke Menschen zur Unterstützung! Kommet zuhauf!
Auf weitere ungeahnte Problemchen und köstliche Höhenflüge!



